Brassica napus, das pflanzliche Rapsöl wird aus verschiedenen Sorten Raps und Ölrübsen gewonnen. Die Pflanze enthält wenig Bitterstoffe, daher ist das Rapsöl für Menschen und Tiere genießbar. Das Rapsöl ist das bedeutendste Speiseöl in Deutschland. Bevor der Raps verarbeitet werden kann werden seine Samen raffiniert, also gereinigt und veredelt. Raffiniertes Öl ist sehr gut zum Kochen geeignet, denn es bringt den Eigengeschmack der Speisen hervor. Außerdem fängt es erst bei einer sehr hohen Temperatur an zu rauchen. Der Rauchpunkt liegt bei ca. 130-200 °C. Beim Rapskernöl werden erst die schwarzen Schalen der Rapssamen entfernt, anschließend wird die Rapssaat gepresst.
In den Schalen befinden sich die Bitterstoffe. Durch das Schälen wird verhindert, dass die Bitterstoffe ins Speiseöl gelangen. Für die Herstellung von Rapskernöl werden nur gelbe Samen verwendet. Aus Raps werden vor allem Speisefette und Speiseöle hergestellt, aber auch als Treibstoff und Schmiermittel findet die Pflanze Verwendung. Schon im 17. Jahrhundert erkannte man, dass Raps ein Rohstoff ist, der vielseitig verwendet werden kann. Erst wurde der Raps hauptsächlich als Lampenöl und später im 18. Jahrhundert sogar als Brennstoff eingesetzt. Dieselfahrer haben mit Rapsöl die Möglichkeit, billig und vor allem ökologisch zu tanken. Auch für technische Produkte wird das Rapsöl verwendet. Ob Lacke und Farben, Linoleum oder Futtermittel - sie alle enthalten Raps. Auch in der Kosmetikbranche wird das Rapsöl eingesetzt.
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